Die meisten Menschen kaufen entweder zu viel oder zu wenig Vorsorge. Hier ist, was pro Jahrzehnt wirklich zählt.
Die 30er: die Ausgangsbasis
Die Standard-Stufe reicht: großes Blutbild, Nüchternglukose, Lipidprofil, Leber- und Nierenfunktion, Urinanalyse, Blutdruck, Röntgen des Brustkorbs, Ultraschall des Bauchraums. Der Sinn dieses Jahrzehnts ist es, Referenzwerte zu etablieren.
Ergänzend: Schilddrüsenpanel bei familiärer Vorbelastung; HbA1c bei Übergewicht oder Bewegungsmangel.
Die 40er: Die Früherkennung beginnt
Jetzt wird aufgerüstet. Ergänzen Sie eine Niedrigdosis-CT des Brustkorbs, einen Koronar-Kalzium-Score und ein erweitertes Tumormarker-Panel. In diesem Jahrzehnt bringt Früherkennung den größten Zeitgewinn.
Ergänzend: ein Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über die Darmkrebsvorsorge.
Die 50er: das vollständige Bild
Premium-Stufe plus Endoskopie. Gastroskopie und Koloskopie sind in diesem Jahrzehnt die Untersuchungen mit dem größten Nutzen und lassen sich nicht durch Blutuntersuchungen ersetzen. Ergänzen Sie bei Frauen eine Knochendichtemessung und bei Männern nach ärztlicher Rücksprache den PSA-Wert.
Wenn Sie rauchen oder geraucht haben: CT des Brustkorbs alle ein bis zwei Jahre – nicht verhandelbar.
Die Ergänzungen ab 60
Die Bildgebung des Herzens rückt in den Mittelpunkt: Echokardiogramm, Ultraschall der Halsschlagadern sowie eine engmaschigere Kontrolle von Blutzucker und Blutfetten.
Die Regel, die alles überstimmt
Die Familiengeschichte schlägt das kalendarische Alter. Eine 35-Jährige, deren Elternteil früh an Darmkrebs erkrankt ist, braucht jetzt eine Koloskopie und nicht erst mit 50. Nennen Sie dem Buchungsteam Ihre Familiengeschichte und lassen Sie das Paket entsprechend anpassen.